Warum Selbstzweifel manchmal ganz gut sind!

Wenn man einen Blick auf den Wahnsinn wirft, der die Welt in großen Teilen zu regieren scheint, fällt auf: Da sind lauter Irre am Werk. Das unterscheidet etwa eine Psychiatrie von einer Management-Konferenz – in der Psychiatrie ist wenigstens das Spitzenpersonal geistig einigermaßen gesund…

Die Irren am Werk sind leider größtenteils nicht in der Psychiatrie, weil sie auf den ersten Blick normal scheinen. Es handelt sich häufig um sogenannte Narzissten – eine Persönlichkeitsstörung, die ihre gefühlte Minderwertigkeit durch Geltungssucht zu überspielen versucht. Ein narzisstisches Paradebeispiel ist Donald Trump, der die Besichtigung eines Friedhofs gefallener amerikanischer Soldaten mit den Worten abgelehnt haben soll: „Warum sollte ich Loser besuchen?“

Gerade unter Manager*innen befinden sich, wie Studien ergaben, besonders viele Narzisst*innen, speziell im unteren und mittleren Management. Narzissmus ist mittlerweile so verbreitet, dass Psychiater vorschlagen, ihn nicht mehr als Störung zu definieren… Deshalb hier als Service ein kleines Narzissmus-Training, damit die Leser mithalten können. Lernen Sie Dinge sagen wie: „Wenn ich nur einen Bruchteil von dem, was ich dir gebe, jemals wiederkriegen würde, wäre ich ja schon froh“. Oder: „Aber reden wir nicht immer nur von mir. Reden wir auch mal von dir. Wie sehr bewunderst du mich?“

Eines der großen Probleme am Narzissmus ist, dass die Betroffenen zwar die Defizite anderer klar erkennen, für die eigenen Schwächen jedoch blind sind. Das führt zum sogenannten „Dunning-Kruger-Effekt“: Die Inkompetenten sind sich ihrer Inkompetenz nicht bewusst – oder, wie der Volksmund sagt: Große Klappe und nix dahinter. In USA hat man das Sprichwort auf zwei Worte reduziert: Donald Trump.

Sollten Sie sich also häufig völlig unzulänglich und inkompetent fühlen, könnte das im Umkehrschluss heißen: Sie sind verdammt fähig! Oder zumindest geistig gesund!