Warum Deutsche nicht so gern bei „Deutsche Wohnen“ wohnen!

Ein neuer Immobilien-Gigant entsteht gerade in Berlin, denn der Immobilienkonzern Vonovia möchte gern den Immobilienkonzern „Deutsche Wohnen“ heiraten – im Gegenzug soll die Stadt Berlin 20.000 teils asbestverseuchte Wohnungen erwerben dürfen. Die SPD findet, dass das ein ganz toller Deal ist.

Um ein tieferes Verständnis der Angelegenheit zu erlangen, muss man die Geschichte der Konzerne kennen: Die Deutsche Wohnen war einst – was sonst – eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bank. Ihr gelang es, 2013 die ehemalige landeseigene Wohnungsgesellschaft GSW zu übernehmen, die 2007 vom Senat (unter Klaus „Wowi“ Wowereit und Thilo Sarrazin) an eine Tochtergesellschaft von Goldman Sachs und einen Hedgefonds namens „Cerberus“ (also Höllenhund) verscherbelt wurde, für umgerechnet 29.908 Euro – pro Wohnung. Ein durchaus marktüblicher Preis, wie man ihn heute immer noch zahlt – vorausgesetzt, die Wohnung hat nur eine Fläche von insgesamt fünf Quadratmetern! Die SPD fand, dass das damals ein ganz toller Deal war.

Die Vonovia hingegen wurde einst von der britischen Annington Homes als „Deutsche Annington“ gegründet. Schon bald hatte sie bei Mietern einen Ruf, gegen den die Camorra als Streichelzoo durchgeht. Als das Image so tief im Keller war, dass nicht nur die Bewohner der verrotteten Wohnungen nasse Füße bekamen, sondern auch die Investoren, benannte sie sich flugs in „Vonovia“ um.

Jetzt wollen die beiden Wohnungs-Mafias gemeinsame Sache machen und grundanständig werden. Und nebenher die Asbest-Buden der Resterampe zu einem Super-Preis an die Berliner Bürger verticken. Einen Vorgeschmack gab es bereits 2019, als der Senat 3400 teils asbestverseuchte ehemalige GSW-Wohnungen in Spandau für 920 Millionen zurückkaufen durfte – also für gut 270.000 Euro pro Wohnung. Eine Rendite von fast 1000 Prozent. Deshalb sind Sozialisten so gefürchtet: Sie bringen Kapitalisten zum Heulen. Vor Freude!