Warum wir jetzt endlagern!

Mit der Atomenergie ist es ja so eine Sache: Nachdem man jahrzehntelang fröhlich Atom-Energie produzierte, fiel irgendwann auf, dass da haufenweise ziemlich abgebrannte und lang vor sich hin strahlende Brennelemente anfielen. Da das Volk aber „abgebrannte und ziemlich lang vor sich hin strahlende Elemente“ vom Dschungelcamp her kannte, war zunächst niemand groß alarmiert. Das ändert sich jetzt. Denn es gibt eine „weiße Landkarte“. Also keine Tabus bei der ergebnisoffenen Suche nach einem Endlager – vielen erschöpften Singles dürfte dieses Prinzip von Online-Partnervermittlungen wie „Elitepartner“ vertraut sein…

Auf der „weißen Landkarte“ sind auch Spandau und Reinickendorf verzeichnet – aber dass diese Stadtteile geeignete Endlager sind, wissen die vielen dort lebenden Rentner schon lange… Kreativität ist gefragt. Warum werden nicht auch mal die offensichtlichen atomaren Endlager in die Debatte mit einbezogen, etwa Xavier Naidoo, Attila Hildmann oder die QAnon-Verschwörer – schließlich sind die jetzt schon komplett verstrahlt…!

Angesichts der vorhersehbaren Widerstände gegen die Endlagerung könnten auch steuerliche Anreize geschaffen werden, um die Bevölkerung umzustimmen. So könnte schon ein Steuer-Rabbat von nur 100 Euro bei Aufnahme eines Atom-Müll-Fasses in den eigenen Keller reichen. Vorausgesetzt, der Rabbat gilt für eine Million Jahre und wird im Voraus ausgezahlt. Ganz Marzahn wäre Endlager – und steigende Mieten in Berlin kein Thema mehr!

Der Testsieger jedoch wird zweifelsohne der Flughafen BER. Angesichts ausbleibender Fluggäste ist es zudem die einzig sinnvolle Verwendung des Areals. Und die meisten der wenigen Passagiere können überdies dankbar sein, schon am Boden an die hohen Strahlungswerte in der Luft gewöhnt zu werden. Und spätestens bei der 400sten Eröffnungs-Verschiebung im Jahr 2648 hört sogar Atommüll auf mit dem Strahlen!