Warum Olaf Scholz Bundeskanzler wird!

„Habemus Kanzlerkandidat!“ Da sag noch einer, die Handlungsfähigkeit der SPD sei so runtergekommen wie ihr Image. Weit gefehlt! Zack – da wurden die anderen Parteien überrollt mit einer Personalie, die viele schon so abgeschrieben glaubten wie eine denkmalsgeschützte Immobilie: Finanzminister Olaf Scholz, ein Mann, den keiner mehr auf dem politischen Schirm hatte. Und damit sind wir auch schon bei der Kampagne, die ich jetzt für die SPD entwerfe: der Schirm! „Schirm“ hat im Gegensatz zur Sozialdemokratie im Augenblick ein sehr positives Image. Es erinnert an Rettungsschirm, an Sicherheit, an einen Staat, der sich kümmert. Es erinnert auch an den einzigen anderen Finanzminister, der jemals Bundeskanzler wurde: Helmut Schmidt – bekannt für seine Schirmmütze!

Genau hier muss die Kampagne ansetzen. Olaf Scholz ist der geistige Nachfolger von Schmidt – der einzige Kanzler, dem die Deutschen (wenigstens nach seiner Abwahl) immer die Treue hielten. Schritt für Schritt muss Scholz immer „schmidtiger“ werden – weg vom „Scholzomat“, hin zu Schmidts Schnauze. Wir brauchen jetzt coole abgewandelte Zitate, sowas wie: „Adenauer hatte vier Silben, Kiesinger drei, Merkel zwei – die Bundeskanzler werden immer einsilbiger“.

Ein Kanzler Scholz ist gewissermaßen nur noch eine Sturmflut (die hat SPD-Kanzlerkandidaten immer gut getan, siehe Schröder und Schmidt) entfernt – und seit der andauernden Wahl von Angela Merkel ist klar: Inhalte werden total überschätzt. Es geht um Bilder im Kopf. Scholz tritt ab sofort nur noch mit Schirmmütze auf – und mit Zigaretten. Helmut Schmidt soll ja der Sage zufolge nach seinem Ableben in die Hölle gekommen sein, wo der Teufel ihm einen Wunsch frei gab: „Wirklich alles, Herr Schmidt, Sie können sogar in den Himmel!“ Darauf der Altbundeskanzler: „Haben Sie mal Feuer?“

Wenn Olaf Scholz so viel Kette raucht, dass er durch die von ihm selbst erhöhte Tabaksteuer die Staatsschulden im Alleingang tilgt – steht seiner Kanzlerwahl nichts mehr im Weg!