Warum wir weg von Billigbrüsten müssen!
Silikon-König in Haft, war gestern in der Zeitung zu lesen. Scheußlich, denkt man, und schaut sich unwillkürlich um, vorsichtig natürlich, ob die da oder die da, ob die nicht auch etwa... Sie wissen schon.... Billigbrüste hat? All das ist ohne Zweifel sehr bedauerlich für die betreffenden Damen, aber das Problem „Billigbrüste“ ist nicht auf diese begrenzt. Vielmehr ist es, und der Wirtschaftsgipfel in Davos zeigt es sehr deutlich, mittlerweile ein globales Problem.
Denn auch Staaten versuchen es mittlerweile mit „Billigbrustimplantaten“ und stopfen die nationalen Schuldenetats weiterhin mit schnell gedrucktem Billig-Geld aus. Dadurch entsteht das hübsche, appetitliche Bild einer gesunden, potenten Wirtschaft, oder, um es in Brust-Sprache übersetzen: Doppel F, G oder was immer dahinter noch kommen mag!
Leider ist das Silikon bereits kurz unter der Oberfläche brüchig, und die Staatshaushaltstitten müssen immer neue Billigimplantate kriegen. Bald sind sie so aufgebläht, dass sie noch nicht einmal in einem Super-Riesen-Titten-Fetisch-Staatsanleihen-Porno mitspielen dürfen. Die Billigbrustmanie hat noch weitere Konsequenzen! Inzwischen gibt es nämlich Billighirne, die, wirtschaftliche Billigtitten vor Augen, an Brüste mit endloser Ausdehnung glauben!
Kein Wunder, dass Angela Merkel sich da weigert, noch mehr Implantate hineinzupflanzen in diese beängstigenden Wirtschaftswunder-Super-Hupen. Denn wenn die Dinger mal platzen, wird der umherspritzende Schleim uns alle erwischen! Vielleicht ist es höchste Zeit, auf Naturbrüste umzusteigen?
Wie wir die Bahn schneller machen!
Immer wieder Niedersachsen: Razzia bei Olaf Glaeseker, dem ehemaligen Pressesprecher Christian Wulffs, wegen Verdachts der Bestechlichkeit. Natürlich war das keine Bestechung. Höchstens ein „Niedersachsen-Deal“ nach dem Motto: „Wollen Sie eine Reise in mein Ferienhaus machen?“ „Ich darf keine Geschenke annehmen!“ „Wer redet von Geschenken? Die Reise kostet 7,50 Euro!“ „Dann buche ich gleich vier!“
Niedersächsische Regierungschefs haben viele Freunde. Schon Gerhard Schröder verkehrte mit „lupenreinen Demokraten“! (Vorausgesetzt, die Lupe bestand aus Milchglas!) Sigmar Gabriel hatte als Pate von Eisbär Knut dubiose Verbindungen in alle Welt: In Grönland soll er sogar Deals mit einflussreichen Robben gemacht haben. (Entschuldigung: Ich habe auf dem Foto nachgeschaut – das war keine Robbe, sondern Angela Merkel!)
Niedersachsen ist mysteriös. Gerüchten zufolge wurden Bielefeld (das zwar nicht direkt in Niedersachsen ist, aber immer so tut) und Wolfsburg nur erfunden, um die Deutsche Bahn aufzuhalten! Vor einigen Tagen saß ich in einem ICE von Berlin nach Frankfurt – kurz vor dem Braunschweiger Bahnhof blieb der Zug plötzlich stehen. Der Lokführer habe einen Zusammenbruch erlitten, hieß es. Trotz der Verspätung bewunderte ich den Mann, dessen Körper revoltierte, weil er weder Fuß noch ICE in eine niedersächsische Stadt setzen wollte!
Um wie viel schneller wird die Bahn, wenn sie nicht nur Wolfsburg, sondern überhaupt alle niedersächsischen Städte auslässt? Jedenfalls die, deren Existenz ungeklärt ist! Flüge zwischen Berlin und Frankfurt wären überflüssig! Das hilft über verringerten CO2 Ausstoß auch wieder Sigmar Gabriels Robben! Und Angela Merkel sowieso...
Was wir von Kreuzfahrtschiffen lernen können!
Was ist der Unterschied zwischen einem Schiffsrumpf und der Kommandobrücke? Im Schiffsrumpf halten Nieten Metallteile zusammen, auf der Brücke führen sie das Kommando! Während die „Titanic“ vor 100 Jahren noch einen richtigen Eisberg rammte, schafft die „Costa Concordia“ bloß einen kümmerlichen Felsen fünf Meter vor der Hafeneinfahrt! Das kriegen auch nur Italiener hin, möchte man in einem Anfall nationalistischen Überschwangs denken.
Leider greift diese Sichtweise zu kurz. Vermutlich haben wir es hier mit der Machismo-Falle zu tun: Männer, die ständig bestrebt sind, ihren Frauen zu erklären, dass ein kleiner Champignon mindestens 20 Zentimeter misst, werden Schwierigkeiten haben, die Entfernung zwischen Schiffsrumpf und Felsen zu schätzen. Da hilft auch die italienische Ausrede nix: „Wollt ich machen kleine Abenteuer. Andere Männer, sie können froh sein, wenn sie flachlegen eine einzige Frau. Ich habe flach gelegt ganze Schiff!“ Aus dem Bordlautsprecher kam dazu vermutlich die Ansage: „Unser Landausflug findet heute schwimmend statt!“
Die „Costa Concordia“ ist eine Sache. Eine ganz andere ist der Verlust der Bonität des Euro-Rettungsschirms. Auch hier wird langsam ein Schiff versenkt, allerdings ist der Kahn um einiges größer als ein Kreuzfahrtdampfer! Gab es nicht eine alte Hopi-Prophezeiung zu dem Thema? „Erst wenn der letzte Kapitän merkt, dass es Felsen unter der Wasseroberfläche gibt, erst wenn der letzte Staat versenkt ist und die letzte minderjährige Schönheit ihre Rechnung präsentiert hat, werdet ihr merken, dass das Leben keine Bunga-Bunga-Party ist!“ Oder so.
Von der Last, Analyst zu sein!
Stuttgart21, Elbphilharmonie, Stadtschloss Berlin – wir Deutschen leisten uns eine Menge teurer Hobbys, die am Ende ein Vielfaches kosten! Die Experten werden davon immer total überrumpelt, was noch nicht einmal böser Wille ist – vielmehr handelt es sich um den menschlichen Hang zur Überschätzung. Besonders schlimm finde ich diese Positiv-Denker, die es „immer schaffen, einen Parkplatz zu visualisieren“! Ich scheitere damit nämlich regelmäßig! Neulich spürte ich mal einem Kumpel nach, der ständig damit angab, dass „Parkplatz visualisieren“ überhaupt kein Problem sei – die Ratte hatte sich eine Garage gemietet!
Mit fröhlicher Überschätzung spielen wir auch Lotto, obwohl es vier Mal wahrscheinlicher ist, vom Blitz erschlagen zu werden als den Jackpot zu knacken! Eigentlich müsste man damit warten, bis man vier Blitzeinschläge überlebt hat...! Dennoch musste man in einer Studie Lottospielern den vierfachen Einsatz bieten, damit sie ein selbst getipptes Los wieder hergaben! Was mich daran interessiert: Wer macht diese Studie? Dann erstehe ich nämlich für eine Million(auf Pump) Lose und verkaufe sie diesen Leuten für vier Millionen!
Klug sind wir immer erst hinterher. Genau das ist das Problem des Analysten. Schon der Begriff setzt sich ja eigentlich aus zwei Worten zusammen: Anal und List! Und so funktioniert er auch – er betrachtet die Dinge „anal“, also von hinten her und bastelt dann „listig“ eine Erklärung dafür. Warum steht das nicht in Biologiebüchern? „Die Darmzotten sind der intelligenteste Teil des menschlichen Körpers – die wissen, was am Ende hinten rauskommt!“
Wie wir jetzt Energie sparen!
40 Prozent unserer Energie wird durch unser Gehirn verbraucht, habe ich neulich gelesen. In Zeiten, in denen wir Atomkraftwerke abschalten und den Energieverbrauch drosseln müssen, sind das sensationelle Nachrichten: Je weniger wir denken, desto mehr Energie sparen wir!
Anstatt also bei mentalen Versäumnissen masochistische Entschuldigungen im Stile von „Oh, da hab ich gar nicht nachgedacht“ vorzubringen, vermerken Sie lieber stolz: „Da habe ich bewusst Energie gespart, um den Planeten zu retten!“ Wir müssen völlig umdenken. Es gibt keine grenzdebilen Blödblondinen mit Billigbrüsten mehr – nur noch zukunftsfähige Damen mit Nachhaltigkeitsfaktor! Verdummungs-TV und Unterschichtenfernsehen sind Wegbereiter einer energieeffizienten Zukunft!
Ganz vorn auf dem Weg in diese CO2 sparende Zukunft sind die viel geschmähten Beamten. Neulich soll sich Folgendes abgespielt haben: Treffen sich zwei Gedanken im Hirn eines Beamten. Sagt der eine: „Was machst du denn hier?“ „Ich halte die Vitalfunktionen in Gang und sorge dafür, dass er bei Dienstschluss wieder aufwacht. Und du?“ „Oh Gott!“ sagt der erste Gedanke, „ dann bin ich ja überflüssig!“ Ein Narr, wer hier schmäht! Denn diese schlanke Schlichtheit des Betriebssystems sorgt dafür, dass der Energieverbrauch Deutschlands bundesweit gesenkt wird!
Unser Bundespräsident geht auf diesen Weg mutig voran – die Menge seines Nachdenkens, etwa vor Anrufen bei der Presse, erfüllt die neu eingeführte Gedanken-Energiesparnorm nach DIN E. Schon jetzt wissen wir: dieser Präsident wird die Energiebilanz des Bellevue nicht überlasten!
Durchhalten im Führerbunker!
Gestern waren die Sternensinger beim Bundespräsidenten. Pessimisten orakelten bereits, dass der weidwunde „Wulff-Wolf“ sie als „die sieben Geißlein“ nehmen könnte, um sie nur gegen Übergabe der „Bild“-Mailbox wieder raus zu rücken! Dem war nicht so, aber eine Anspannung bleibt.
Zumal die Boulevardzeitung eindeutig den Rubikon überschritten hat und zum Sturmangriff auf Schloss Bellevue bzw. die „Wulffsschanze“ (wie Experten neuerdings sagen) bläst. Hier hat sich der Bundespräsident verbarrikadiert und träumt von einer gerechteren Welt mit echten Freunden. Einer Welt, wo er nach dem Endsieg Mailbox-Nachrichten als illegale Downloads verbietet und sie so programmieren lässt, dass die Dateien sich nach dem einmaligen Abhören von selbst zerstören.
Gestern hörte ich, wie eine Mutter ihr Kind ermahnte: „Wenn du nicht artig bist, dann sag ich das dem Bundespräsidenten, und der schreit dich am Telefon zusammen!“ Moment mal, dachte ich, diese neue Wehrhaftigkeit des Staatsoberhauptes beinhaltet eine gewisse Qualität. Selbst wenn seine moralischen Standpauken in Zukunft etwas unglaubwürdig daherkommen - seine Fähigkeit als Menschenschreck ist einzigartig!
Die Sternensinger schreiben einfach alle Menschen, die sie gerne mal angeschrien haben wollen, auf einen Wunschzettel: Ahmadinedschad im Iran, Lukaschenko in Weißrussland, die Französischlehrerin in ihrem Gymnasium - und der Bundespräsident „wulfft“ diese dann zusammen und krakeelt ihnen die Mailbox voll. Diese neue Dimension staatlichen Telefonterrors wird selbst die Taliban das Fürchten lehren!
Wulffs-Gebete
Einige sagen, dass der Bundespräsident nur zu retten ist, wenn man jetzt intensiv für ihn betet. Denn bei allen Krisen, die Staatsoberhäupter durchmachen, sticht eine Langzeitrepräsentantin heraus – die Königin von England! Seit über 50 Jahren im Amt – dank göttlicher Zuwendung? Ein ganzes Land betet „God save the Queen“ (Gott rette die Königin)! Sollten wir das nicht auch tun? God save the Bundespräsident? Mehrere Untersuchungen unterlegen, dass das nicht besonders ratsam ist. Eine Langzeitstudie über die Sterblichkeit englischer Könige im Zeitraum der letzten 1000 Jahre kommt zu dem Schluss, dass diese im Schnitt wesentlich kürzer lebten, oft erkrankten und häufiger gewaltsam ums Leben kamen als Angehörige anderer wohlhabender Gesellschaftsschichten – trotz oder grade wegen der vielen Gebete?
Immer wieder versuchen grade christliche Wissenschaftler, die Wirksamkeit von Gebeten zu beweisen: Eine Studie aus den 80gern belegt, dass Fürbittgebete in einem Krankenhaus Patienten Linderung verschaffte. Leider erklärte die Studie einfach jedes Resultat zum Ziel – es nützt einem Krebspatienten aber herzlich wenig, wenn der Fußpilz sich bessert! Andere Studien kommen zu dem Schluss, dass grade Menschen, für die gebetet wird, schlechter genesen als solche, die sich selbst helfen!
Am besten geht es denen, die Vertrauen in die Unterstützung eines gütigen Gottes oder des Lebens haben. Wulff muss lernen, jetzt selbst intensiv zu beten. Am besten wie Margot Käßmann mit der Gewissheit, dass man nicht tiefer fallen kann als in Gottes Hand. Oder in ein Einfamilienhaus in Großburgwedel!








