Autor: Pia Ratajczak

Warum wir jetzt über die Brücke zuschließen!

Armin-„ich muss mal nachdenken“-Laschet ist vor einigen Tagen eine atemberaubende Idee gekommen: Ein „Brücken-Lockdown“. Die Idee kam ihm vermutlich, als der NRW-Landeschef wegen geschlossener Rheinbrücke mal wieder im Stau vor Leverkusen steckte und dachte: „Wenn man hochrechnet, welche Kontakte aufgrund des Brücken-Staus nicht stattfinden – dann können wir die Pandemie komplett eindämmen, indem bundesweit alle Brücken geschlossen werden.“ Der „Brücken-Lockdown“ war geboren – obwohl böse Zungen (meine eingeschlossen) behaupten, dass „Bridge-Over-Troubled-Water-Laschet“ sich damit vielleicht nur eine Brücke zu Angela Merkel bauen möchte…

Die CDU pries einst die Atomkraft als „Brücken-Technologie“ auf dem Weg in das Zeitalter erneuerbarer Energien. Jetzt ist sie dank Laschet wieder bei der „Brücken-Technologie“ angelangt – die schon 2010 nur eine sehr kurze Halbwertzeit hatte. Mit einem letzten „Brücken-Lockdown“ für etwa 2-3 Wochen soll die Inzidenz (was sonst) runtergebracht werden, um dann vorsichtig zu lockern. Klingt toll, aber von Karat wissen wir: „Über sieben Brücken-Lockdowns musst du gehen!“

Überhaupt wollen dieser Tage alle irgendeine Brücken-Technologie: Laschet will eine Brücke zur Kanzlerkandidatur, Söder und Spahn suchen eine Brücke zum Sputnik-Impfstoff (und auch zur Kanzlerkandidatur, klar), viele suchen eine Brücke zur ersten Impfung (und wenn es „nur“ AstraZeneca ist), und der Rest sucht die Überreste seines Vor-Corona-Lebens.

Mir erschien die Brücken-Technologie sogar im Traum, in dem mir eine Fee mit dem üblichen „Wunsch-frei“ erschien. Ich wünschte mir augenblicklich eine Brücke von Deutschland nach Mallorca, so dass die Menschen im eigenen Auto nach Palma fahren können und nicht mehr im engen Flieger den Viren von Ballermann-Gästen ausgesetzt sind. „Hast du sie nicht mehr alle?“ fragte die Traum-Fee. „Wie soll das gehen? Brückenpfeiler über die Alpen? Raststätten über dem Mittelmeer? Jetzt wünsch dir bitte etwas Realistisches!“ „Ok,“ sage ich, „dann möchte ich die Corona-Strategie der Bundesregierung verstehen.“ Darauf die Fee: „Möchtest du die Brücke zwei- oder vierspurig?“

Warum wir jetzt das Übel an der Wurzel packen!

Nach Berichten über die Chaos-Demo in Stuttgart geriet ich ins Grübeln: Sogenannte „Quer-Denker“ sagen über Corona-Tote gern: „Das sind doch nur Leute, die früher oder später sowieso gestorben wären!“ Ich liebe dieses Argument, weil es auch eine perfekte Ausrede für Kita-Massaker mit Schnellfeuerwaffen an Vierjährigen ist: Da sterben doch auch nur Leute, die früher oder später sowieso gestorben wären…!

Außerdem muss man bei so einem Massaker ganz grundsätzlich klären, ob die Kinder wirklich „an den Kugeln“ gestorben sind – oder eher „mit den Kugeln“… Haben Sie denn noch nie vom „plötzlichen Kindstod“ gehört? Wie bitte? Eine Autopsie soll das klären? Wer sagt mir, dass die Ergebnisse objektiv sind? Wer bezahlt denn die Ärzte? Eltern! Vielleicht sind die Ärzte selber Eltern? Und wer steckt am Ende dahinter? Bill Gates! Eine Autopsie können wir uns schenken.

Woran krankt denn im Endeffekt dieser Planet? An zu viel Nachwuchs! Würde kein Kind älter als vier Jahre werden, könnten wir alle den Rest unseres Lebens friedlich auf Kreuzfahrten verbringen, gepflegt aussterben und den Ameisen Zeit für eine bessere Zivilisation geben. Schluss mit diesem Klimascheiß! Diesel SUV für alle und dann Party bis der Arzt nicht mehr kommen kann…!

Vierjährige sind das zentrale Problem unserer Zeit. Was wird denn aus Vierjährigen? Fünfjährige, Sechsjährige, Siebenjährige. Und dann Juristen, Banker, Banditen! Oder, wenn Sie es perfekt gegendert haben wollen: Juristinnen, Bankerinnen, Banditinnen – und Diverserinnen! Die auch in ausgewachsenem Zustand innendrinnen immer noch Vierjährige sind. Vierjährige sind DAS Problem! Wer hat nicht schon mal im Supermarkt so einen brüllenden Terroristen gehört und gedacht: „Stopf ihm bloß das Maul, Chantalle, und zwar für immer!“

Nieder mit der Kinder-Diktatur! Für eine Welt von freien Menschen für freie Menschen – aber nicht für Vierjährige! Kommen auch Sie zu uns! Werden Sie „Quer-Killer“!

Warum wir Dividenden lieben!

Eines der Symptome einer Parkinson-Krankheit ist ein gewisses Zittern, dass gern mal zum Verschütten etwa von Kaffee in der Tasse führt. Da schwappt häufiger etwas über. In der Wirtschaft nennt man dieses Überschwappen Dividende – oder auch: Es wird etwas ausgeschüttet.

Jetzt gibt es mächtig Ärger, weil Mercedes, BMW und diese neue Firma „Voltswagen“ (ehemals Volkswagen, jetzt auf dem Weg in die Elektrowelt mit einem misslungenen Aprilscherz) sowohl Staatshilfen beziehen als auch Dividenden-Parkinson praktizieren. Es ist stark vereinfacht so, als gäbe man dem Nachbarn Geld zum Bierholen – und der verschüttet dann alles in seinen eigenen Mund.

Die Großkonzerne sagen, man müsse Dividenden ausschütten, alles andere verschrecke Investoren. Eine Nicht-Ausschüttung führte paradoxerweise dazu, dass das Kindlein mit dem Bade ausgeschüttet wird. In der Politik sind „verschreckte Investoren“ fast so gefürchtet wie die „Arbeitsplatz-Vernichtungs-Peitsche“. Investoren sind anscheinend schreckhaft wie Hirsche und so gut wie nie aus dem „Steueroptimierungs-Dickicht“ herauszulocken.

Das Wort Investor kommt übrigens vom italienischen „investire“ in der Ursprungsbedeutung des „Neu Bekleidens“. Jemand gibt Kapital, das dann neu verkleidet wird – etwa in eine Unternehmung – um anschließend mehr Kapital zum Verteilen („dividere“) zu haben. Im Grunde so eine Art Wirtschafts-Karneval: Man geht mit schräger Verkleidung allein raus, investiert etwas in Alkohol und kommt zu zweit wieder heim. Nur um rauszufinden, dass unter der anderen schrägen Verkleidung der Ehepartner des Chefs steckt, der jetzt auch verteilt werden muss…

Nun ist der Staat in einer Krise einer der wichtigsten Investoren. So etwas hören die „privaten“ (sofern man den Staatsfonds aus Katar privat nennen möchte) Investoren aber nicht so gern. Denn der Staat ist ja so etwas wie die Gesamtheit der Bevölkerung – und die Dividende, die an die geht, heißt schließlich Steuern und sollte bitte schön möglichst nicht gezahlt werden… Nicht jede Dividende ist also eine gute Dividende.

Das Schlimmste für einen Investor ist allerdings der „Dividenden-Parkinson-Alzheimer“. Da vergisst eine Firma doch glatt, etwas auszuschütten…!

Schleich-Fernsehen

Ich bin morgen wieder bei „Schleich Fernsehen“ – am 1. April (kein Scherz – und natürlich doch mehrere Scherze) ab 21 Uhr im BR (Fernsehen – wie der Name schon sagt).

Warum Schiffe uns versenken!

In meiner Jugend war „Schiffe versenken“ ein beliebtes Spiel, um die Langeweile des Schulunterrichts zu torpedieren. Schaut man auf die Ereignisse im Sues-Kanal rund um das Containerschiff „Ever Given“, dann sind die Schiffe mittlerweile dabei, uns zu versenken. Ein interessantes Beispiel für Inflation: In der ersten Suez-Krise im Jahr 1956 brauchte es noch einen Krieg, vier Weltmächte, mehrere Nahost-Staaten, etwa 300.000 Soldaten und ein halbes Jahr Zeit, um einen wirtschaftlichen Schaden von etwa 10 Milliarden Euro zu generieren – heute schafft das ein einzelner Dampfer mit 25 Mann Besatzung an einem einzigen Tag!

Ein kleiner Windstoß, und schon hängt ein dickes Ding im Kanal quer – es handelte sich vermutlich um die teuerste Verstopfung der Welt! Dann schickten die Ägypter als Sinnbild menschlicher Vergeblichkeit einen kleinen Bagger los, der vor dem riesigen Schiff im Sand buddelte und uns alle an „Angela Merkel gegen die Pandemie“ erinnerte.

In unserem technologischen Zeitalter mit ferngesteuerten Drohnen, selbstfahrenden Autos und einem computergesteuerten Finanzmarkt, der die Welt mit einem Klick ins Desaster stürzen kann, würde man erwarten, dass jemand kommt und sagt: „Ich habe da mal einen Algorithmus programmiert, der nicht nur das Schiff wieder freisetzt, sondern zeitgleich alle anderen Schiffe im Roten Meer einen Salut tuten lässt und auch noch den Krebs besiegt!“ Doch was machte den Kahn letztlich wieder flott? Die Flut und der Vollmond! Fehlte bloß noch ein Schamane, der im Wüstensand den Kanal-Gott beschwor. Oder ein weiser Astrologenspruch: „Vollmond in der Waage macht Dinge wieder grade!

Letztlich ist es tröstlich, dass ein Dampfer unserer Überheblichkeit einen Dämpfer versetzt: Ein Windstoß legte das Schiff lahm – am Ende richten es der Mond und die Gezeiten. Ganz wie vor 1000 Jahren!

Warum wir so gern scherzen!

Lockdown über Ostern! Und dann doch wieder nicht. Also ein Lockdown für den Lockdown. Das heißt: keine Geschäftsschließungen für Gründonnerstag. Und eine Entschuldigung der Kanzlerin! Kurzzeitig dachte ich, ich wäre vielleicht verrückt geworden – bevor mir einfiel, dass ich das schon länger bin. Und dann fiel mein Blick auf den Kalender: Gründonnerstag – der 1. April. Das war es also: Das Ganze war ein früher Aprilscherz! Und Merkel beweist mit ihrer Entschuldigung und der Rücknahme eines Mini-Lockdowns, dass der „doppelt gesprungene Rittberger rückwärts“ nicht nur im Eiskunstlauf sondern auch in der Politik eine ernst zu nehmende Disziplin ist.

Vor allem aber wird mehr und mehr klar, dass Deutschland vielleicht gar nicht so dringend daran interessiert ist, die Pandemie loszuwerden. In der Küchenpsychologie wird bei chronischen Krankheiten gern gefragt: „Jetzt guck doch mal, ob das nicht auch was mit dir zu tun hat?“ Kann es sein, dass wir Deutschen die Pandemie heimlich lieben? Kann es weiterhin sein, dass unser Bierkonsum deshalb so drastisch eingebrochen ist, weil wir bereits pandemie-trunken sind – und daher diesen sagenhaften Schlingerkurs ganz ohne Alkohol hinbekommen? Brauchen wir analog zum Bestseller „Krankheit als Weg“ einen Ratgeber „Pandemie als Weg“?

Vielleicht finden wir es insgeheim ganz angenehm, wenn die meisten Gesichter unter Masken verborgen sind – viele Fratzen werden dadurch ansprechender… Vielleicht haben wir die vielen Urlaube, Grillpartys und das Gedränge in Bussen und Bahnen einfach satt. So eine Zeit der relativen Ruhe hat ja auch einen blutdrucksenkenden Effekt – Pandemie als Weg… Schon der Buddha wusste: Vor der endgültigen Befreiung muss das gesamte Ausmaß des Leidens umfänglich gefühlt sein. Und mal ganz ehrlich: Wenn wir den Lockdown nur bis 2050 durchziehen – dann rückt auch das Erreichen der Klimaziele in greifbare Nähe…

Warum es so viele gute Nachrichten geben könnte!

Was die meisten dieser Tage nicht mehr hören können, sind schlechte Nachrichten. Denn diese stacheln uns Deutsche in einer Disziplin an, in der wir weltweit führend sind: Im Meckern stellen wir alle anderen Völker und jede Ziegenherde locker in den Schatten.

Deshalb an dieser Stelle einfach mal weg von Lockdown-Panik – hin zu den schönen Seiten des Lebens. Mit den nahenden Osterferien auf Balkonien wird es Zeit, gute Vorsätze zu fassen, die die Welt mit etwas Schönheit und Freude erfüllen:

Verwenden Sie das Wort Lockdown nur noch im Notfall – etwa so: „Ich muss mal ganz dringend – kannst du bitte endlich den Lockdown des Klos beenden und da rauskommen?“

Vermeiden Sie beunruhigende Sätze wie: „Schatz, hier kommt die dritte Welle“ – auch wenn es sich nur um eine dritte Schnitte „Donauwelle“ handelt.

Erfinden Sie lustige Spielchen. Fordern Sie Ihren Apotheker heraus, indem Sie „unbedingt eine Maske von der Firma von Jens Spahns Ehemann“ haben möchten.

Gewöhnen Sie sich ans Testen, Testen, Testen. Das ist schließlich bereits seit längerem die Philosophie von Tinder…!

Nehmen Sie sich vor, rückkehrende Mallorca-Urlauber nicht mit „du fieses Ferien-Schwein“ zu begrüßen. Auch Malle-Manische sind nur Menschen, die versuchen, den hohen Inzidenzwerten in Schwäbisch-Hall zu entkommen.

Balearen-Urlaube stoßen sogar in der Union auf Unverständnis. Ein CDU-Politiker warnt: „Während die Leute nach Mallorca reisen, wird in Deutschland über Ausgangssperren diskutiert. Das versteht niemand mehr!“ Besonders aber versteht niemand, warum die Leute überhaupt nach Mallorca fahren. In Spanien wird nämlich nicht über Ausgangssperren diskutiert. Da gibt es sie längst…

Und die schönste Frühjahrs-Herausforderung: Tausende Liter Bier müssen aufgrund des niedrigen Konsums wegen ablaufender Haltbarkeit vernichtet werden. Tun Sie der Brauerei ihres Vertrauens etwas Gutes: Nehmen Sie ein Fass Bier bei sich zuhause auf und vernichten Sie mit!

Alles nur Gerede!

Am 30. März um 19.30 Uhr ist Chin zu Gast bei Christian Bendig.

Im Clubhouse Gespräch wird es u.a. um Fuselanleihen, Auftritte bei Markus Lanz, Kunst im Lockdown, die Political Correctness von Corona-Witzen und vieles mehr gehen.

Weitere Infos hier.

Warum wir schimpfen statt impfen!

Der britisch-schwedische Pharmakonzern AstraZeneca produziert den unbeliebtesten Stoff seit „Promi Big Brother“. „Wie bitte?“ sagte ein Kumpel jüngst, „AstraZeneca-Impfung? Wenn ich etwas haben möchte, was unwirksam, britisch und zugleich schwedisch ist, hole ich mir schlechtes Essen bei IKEA!“

Der Impfstoff von „Astra-Zick-ika“, wie es in Brüssel aufgrund der Lieferprobleme vermutlich heißt, wird immer mehr zum Stoff, aus dem die Albträume sind. Dabei ist der Konzern durchaus innovativ: Es gibt sogar bereits eine Influenza-Impfung als Nasenspray. Auch ein Corona-Impf-Nasenspray erfolgreich getestet an Affen und Hamstern – also an allen Leuten, die bereits Erfahrung im Koksen haben… Gerüchteweise forscht das Unternehmen zusätzlich an einem oralen Corona-Impfstoff. Dazu mein Kumpel: „Astra-Impfung? Gibt’s doch schon längst als Schluck-Impfung! Sogar im Six-Pack! Wenn du alle Impf-Dosen auf einmal schluckst, dann kann Corona dich mal!“

Das Problem mit der Impfung scheint eine mögliche Thrombose zu sein. Thrombosen interessieren komischerweise im Zusammenhang mit der Anti-Baby-Pille (wo sie etwa 100mal häufiger sind) nur am Rande. Denn die mit der Impfung in Verbindung gebrachten Thrombosen – sie klingen wie eine ACapella-Gruppe aus den 90ern: „Die Sinusvenenthrombosen“ – sind Blutgerinnsel im Hirn und daher lebensgefährlich! Dummerweise ist Corona das auch – während am Gerinnsel eine aus einer Million Geimpfter verschied, rafft Corona täglich Hunderte dahin…

Vermutlich gibt es bald einen Kompromiss: AstraZeneca wird an alle verimpft. Außer an Menschen über 65, Frauen zwischen 20 und 50 (die sind Hauptzielgruppe für Sinusvenenthrombosen), Kinder sowie Menschen mit Allergien. Ok, aus Antidiskriminierungsgründen auch nicht an Menschen ohne Allergien. Aber sonst wirklich an alle!

Korruption für Alle!

Am 26. März spiele ich im Zebrano-Theater in Berlin und wir streamen es live (gegen einen kleinen Unkostenbeitrag 🙂 – der Künstler und das Theater leben nicht von YouTube allein…).

Geschlagene 60 Minuten präsentiere ich die Hits von heute und das Beste von Gestern (wie es im Radio so gern heißt).

Steuerfahnder Siegmund von Treiber, der selbsternannte „Robin Hood des deutschen Finanzwesens“, hat lange genug pandemiebedingt auf Hausbesuche verzichtet. Die Zeit ist überreif für Klartext, und weil es nur vor der Kamera irgendwie noch erlaubt ist, singt er auch und schmettert seine größten Hits in aktuellen Versionen in die unendlichen Weiten des Internets hinaus. Es könnte sogar sein, dass er auf die Anregungen der anwesenden Steuerzahler einen spontan komponierten Hit dichtet… 

Hier geht es zur Buchung dieses einzigartigen Events.

Denn es wird langsam Zeit, sich die überteuerten Masken vom Gesicht zu reißen und laut zu werden…!

Wie wir jetzt die CDU retten!

Die Clan-Kriminalität in Berlin bleibt hoch – in dieser Meldung geht es mal nicht ums Regierungsviertel, sondern um arabische Großfamilien… Das bekamen allerdings die Wähler in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg nicht – sie straften die CDU brutal ab. Nur, weil ein paar geldgierige Politiker ein paar Mal zu oft die Hand aufgehalten hatten. Sogar Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble empfindet einen daraus eventuell resultierenden „Ehren-Kodex“ für Politiker als „wenig zielführend“ – wie soll man dann denn noch Bargeld-Spenden von Waffenhändlern kreativ verbuchen (wie es Schäuble in den 90gern tat)?

Die Nerven liegen blank. Ausfallend wurde Otto Wulff, Chef der Senioren-Union (ich wusste gar nicht, dass es eine „Senioren-Union“ gibt – ist das nicht eine unnötige Dopplung? So wie „schwarzer Rappe“, „runde Kugel“, „inkompetenter Gesundheitsminister“ – oder eben „Partei der alten, weißen Männer“, also „Senioren-Union“??). Otto Wulff sagte: „Ich lasse mir nicht von solchen Flegeln (in der SPD) sagen, die CDU neige zum Gelde.“ Aber wohin neigt die CDU sonst? Zur Verteilungsgerechtigkeit? Zur Pandemie-Kompetenz? Gar zur Braunkohle-Begünstigung?

Ex-Verkehrsminister Alexander Dobrindt fordert eine „Brandmauer gegen die Grünen“. Ganz, als wären die Grünen ein Waldbrand. Was wiederum die Rolle der CDU bei der ruinösen Politik bei der zu Austrocknung und Bränden neigenden Aufforstung etwas verschleiert. Aber seit des Maut-Desasters wissen wir: Wenn Dobrindt eins kann, dann Verschleiern – er ist gewissermaßen die „Burka der CSU“.

Es braucht Inspiration, Innovation, Motivation – oder „Mutti-vation“, wie es in der CDU gern heißt – sonst droht das Ende aller -vationen, nämlich die Opposition. Tesla könnte ein Vorbild sein. CEO Elon Musk trägt jetzt den neuen Titel „Techno-King of Tesla“, der Finanzchef heißt „Master of Coin“. Armin Laschet muss blitzschnell den Titel „Democracy-King of Germany“ erhalten (immerhin stammt er nach eigener Aussage von Karl dem Großen ab). Wenn es dann noch gelingt, Olaf Scholz als „Master of Ruin“ zu platzieren, kann es nur noch nach oben gehen.

Warum wir alle etwas Queen sind!

Meghan, Harry, die Queen und Rassismus im Königshaus sind fette Themen grade. Das kann einen als nichtadligen Deutschen natürlich ein Stück weit kalt lassen – möchte man meinen. Dem ist leider nicht so. Denn die Queen ist keine echte Engländerin, sie ist – Deutsche! Ihr eigentlicher Name ist auch nicht „Elisabeth Windsor“ sondern „Elisabeth von Sachsen Coburg und Gotha“ – das muss man sich erst mal auf der Zunge zergehen lassen: Die Königin der Briten ist ein Ossi mit Migrationshintergrund! Ist es da verwunderlich, dass die Briten so viel saufen?

Doch damit nicht genug – vor dem Hause Sachsen-Coburg-Gotha wurde England vom Haus Hannover regiert, auch ein dezidiert deutscher Laden. Eine Zeitlang war England nur eine Art Außenposten des Königreichs Hannover! In die hannoversche Regentschaft fällt ein Großteil des britischen Sklavenhandels – es ist durchaus möglich, dass einer von Meghans Vorfahren von Briten versklavt wurde, die von Deutschen regiert wurden. Die Königsfamilie war also aktive Profiteurin der Sklaverei – und ein Teil des Vermögens der Queen, immerhin fast zwei Milliarden Euro, stammt aus dieser Zeit…

Nun hat Harry ja auch noch einen Großvater, Prinz Philip, der nicht Windsor heißt, sondern Mountbattan. Daher der Name Harry Windsor-Mountbatten. Aber auch Philip trägt nur einen Künstlernamen, der seine Herkunft verschleiert. Mountbattan ist schließlich auch ein deutscher Name – er übersetzte einfach den Mädchennamen seiner Mutter, Alice von Battenberg in „Mount“-Battan. Eigentlich müsste der Prinz aber nach seinem Vater Andreas „von Schleswig-Holstein, Sonderburg und Glücksburg“ heißen – als er Helmut Kohl 1997 mit „Guten Tag, Herr Reichskanzler“ begrüßte, versuchte er vielleicht bloß, einem Verwaltungsangestellten seiner Ländereien die Ehre zu erweisen…

Wenn „Harry von Schleswig-Holstein, Sonderburg und Glücksburg“ und Meghan Markle jetzt also ihr Glück in Amerika suchen, sind sie die wahren Stars von „Goodbye, Deutschland“!

Warum wir uns Masken was kosten lassen!

Für ein Vermummungsverbot stimmten jetzt die Schweizer. Ein Gesetz, das zwar auch für Demonstrationen und Fußball-Hooligans gilt, aber in erster Linie gegen die etwa 30 (insgesamt, nicht in Prozent!) Muslima gerichtet ist, die ab und zu verschleiert vor die Tür treten. So einen „Gipfel der Symbolpolitik“ oder eher „Matterhorn der Borniertheit“ kann sich Deutschland nicht leisten – schließlich wird hierzulande mit Gesichtsverhüllung viel Geld verdient. Gerade unter Unions-Politikern lässt sich der durchschlagende Erfolg der Werbung für hygienische Maßnahmen beobachten: „Eine Hand wäscht die andere“ – und unter Amigos galt es als ausgemacht, dass die „andere Hand“ gern auch mal die eines Politikers sein durfte – „Finanzhygiene für Einige“ statt „Ehe für Alle“.

Daher stehen jetzt die Herren Nüßlein und Löbel sowie der Gesundheitsminister und die bayrische Landesregierung in der Kritik, bei überteuerten Deals für teils fehlerhafte Masken gern mal gewisse Nebeneinkünfte finanziert zu haben. Das könnte auch mit dem Wort für die Abgeordnetenbezahlung zusammenhängen: „Diäten“ – und jeder kennt das Prinzip einer Diät: Man ist permanent hungrig und schleicht panisch um den Kühlschrank herum in der Hoffnung, dass niemand das heimliche Zusatz-Naschen bemerkt.

In Bayern haben sie sogar auf Druck von Monika Hohlmeier, Tochter von Franz-Josef Strauß, und der Lobbyistin Andrea Tandler, Tochter des ehemaligen CSU-Generalsekretärs Georg Tandler, so viele überteuerte Masken erworben, dass Söder extra ein FFP2-Maskenpflicht-Gesetz erlassen musste um den Schrott wieder los zu werden. Vielleicht kann man die Gene der Politiker-Töchter sequenzieren, um erbliche „Amigo-Gene“ an unterbelichtete Gutmenschen zu verkaufen…

Das Wort „Maske“ kommt übrigens aus dem Arabischen und heißt soviel wie „Posse, Scherz, Narr“. Während für den Rest der Bevölkerung die Karnevals-Narrenzeit Corona-bedingt ausfiel, findet der Maskenball in der Politik feucht-fröhlich statt. Auch Deutschland braucht ein Vermummungsverbot – damit der Lobbyismus-Mummenschanz endlich mal aufhört!

Warum wir den alten, weißen Mann brauchen!

Friedrich Merz, der CDU-Vorsitzende der Herzen, greift erneut an und möchte Bundestagsabgeordneter werden – als Gewinner des Hochsauerlandkreises. Dummerweise kandidiert da schon ein anderer CDU-Abgeordneter, der den Kreis auch zurzeit im Bundestag vertritt – Patrick Sensburg. Ebenfalls Ansprüche darauf meldet ein gewisser Bernd Schulte an, Büroleiter des Staatskanzleichefs von NRW, also quasi der Sekretär vom Sekretär von Armin Laschet, dem CDU-Vorsitzenden der CDU-Wähler. Wobei Merz „keine offene Feldschlacht“ will – es wird also eher auf einen Partisanenkampf hinauslaufen – Friedrich Merz, der Tito aus dem Sauerland.

Das ist ja das Schöne an Merz: Er ist eine Kämpfernatur durch und durch, einer, der die Niederlage zum Parteivorsitzenden durch das Wirtschaftsministeramt ersetzen möchte nach dem Motto: „Ok, dann nehme ich eben den Trostpreis!“ Einer, der wahrscheinlich noch auf dem Totenbett aufsteht, dem Sensenmann einen auf die Fresse gibt und in bester „Rocky“-Manier sagt: „Es ist nicht vorbei, bis es vorbei ist!“

Die CDU hat schließlich eine Krise und möchte auf vielfachen Wunsch nach der Aufhebung der Immunität von Axel Fischer (CDU) wegen Korruptionsvorwürfen und Georg Nüßlein (CSU) (letzterer hat angeblich 650.000 Euro Bestechungsgeld am Finanzamt vorbeischleusen wollen), den „Konservatismus modern interpretieren“. Aber vielleicht ist das bereits die moderne Interpretation des Konservativen: Rechte machen vermehrt linke Touren!

Da braucht es natürlich dringend einen Rambo, der den Laden mal aufräumt und den Konservativen zeigt, wie man wirklich modern interpretiert: Indem man nie aufgibt, indem man angreift, indem man die Schattenparker von der AfD in ihre verfassungswidrigen Schranken weist.

Einen wie Friedrich Merz, dem großen Nachfolger des Action-Films „Highlander“: „Sauerländer“ – es kann nur einen geben!

Warum wir Perspektiven brauchen!

Der Frühling kommt, und mit ihm die Lockerungen. Die sind allerdings sehr unterschiedlich. Da der Oster-Urlaub – wie wir ihn kennen – sowieso nicht stattfinden kann, hier die Alternative: Erst zum Friseur in Berlin, anschließend Fußpflege in Brandenburg, dann weiter, um den Neffen zur Fahrschule nach Meck-Pom zu bringen, woraus aber leider nichts wird, weil die Inzidenz hochschießt und alles schließt. Dann unauffällig weiter nach Schleswig-Holstein zum Zoo-Besuch. Im Hotel angeben, dass man auf Geschäftsreise ist. Auf dem Weg nach Süden Hamburg schnell durchqueren (da geht nix). In Niedersachsen im Fahrradladen ein paar neue Teile holen.

Weiter nach NRW, um dort eine Musikschule zu besuchen, wobei man das Blasinstrument zu Hause lässt, weil das ja illegal wäre. In Hessen noch mal eine Maniküre machen lassen – mehr geht da leider nicht. Dafür dann in Sachsen-Anhalt eine Flugstunde nehmen, um etwas später in Sachsen endlich auch die Trompete mit in die Musikschule nehmen zu dürfen. Im Hotel die Business-Suite mieten. In Thüringen einen Strauß Blumen erstehen, den man im Gegensatz zu Berlin nicht vorbestellen muss.

In Bayern endlich im Baumarkt einen neuen Klodeckel holen, den man dann in Baden-Württemberg mit ein paar Topf-Blumen aus dem Garten-Markt bepflanzt und so in ein Deko-Art-Blumenbeet verwandelt. Auf der Raststätte schlafen. In Rheinland-Pfalz schnell noch eine Fahrstunde nehmen – weil dort die Inzidenz keine Rolle spielt. Anschließend rüber ins Saarland – dort kann man vorbestellte Kleidung im Geschäft anprobieren – „Click and Try before you Buy“ statt „Click and Collect“. Auf dem Rückweg in Hessen noch mal Pediküre machen lassen. Zurück in Berlin den Schnelltest machen.

Ist vielleicht nicht der prickligste Urlaub der Welt, aber im Gegensatz zu all den Mittelmeer-Urlauben einer, an den man sich für den Rest des Lebens erinnert.

Warum wir jetzt lästern!

„An den Pranger“ stellte man im Mittelalter öffentlich Menschen zur Vollstreckung von „Schand-Strafen“, um sie mal so richtig dem Spott des Pöbels auszusetzen. Gottseidank sind diese Zeiten vorbei – heute gibt es dafür schließlich das Internet. Früher wurde stattdessen eine Reihe von kuriosen Folterinstrumenten genutzt: der Lästerstein, die Halsgeige, die Schandflöte oder der Eselsritt – bei dem Delinquenten mit „niederen Vergehen“ teils nackt auf einem Esel durch die Stadt reiten mussten, häufig Ehefrauen, die ihren Mann geschlagen hatten – oder Männer, die sich von ihren Frauen hatten schlagen lassen. Männer, die ihre Frauen schlugen, wurden nicht bestraft, sondern galten als Vorbilder. Die „gute, alte Zeit“ war halt nicht für alle gut.

Heute gibt es den Pranger nur noch als historische Kuriosität – jedenfalls in der analogen Welt. Die EU plant jetzt allerdings einen „Steuerpranger“ oder „Public Country-by-Country Reporting“ (Öffentlicher Steuer-Report) – Firmen sollen auf ihren Internet-Seiten veröffentlichen, in welchen Ländern sie wie viel Steuern zahlen. Da kann man dann entdecken, wieviel Steuern etwa Amazon in Luxemburg zahlt (wenig) und wie viel in Deutschland (noch viel weniger).

Der BDI (wie übrigens auch die CDU) sind dagegen – es könnte die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen schwächen. Allerdings ist das Argument etwas ausgeleiert. „Schwächt die Wettbewerbsfähigkeit“ wurde auch gesagt, als die Sklaverei abgeschafft wurde, als die Kinderarbeit verboten wurde, und als der Mindestlohn eingeführt wurde. Es wurde auch von meiner Frau vorgebracht, als ich neulich nicht ins Fitness-Center gehen wollte…

Im Gegenzug könnte so ein Steuerpranger vielleicht zu einem Umdenken in einigen, großen Konzernen führen (nur Unternehmen mit über 750 Millionen Euro Umsatz müssen „reporten“). Von dem Geld, das Deutschland durch diese „Steuer-Optimierung“ entgeht, könnte Berlin einen neuen Flughafen bauen – jedes Jahr!

Warum wir in die Platte ziehen!

Pünktlich zum Superwahljahr gibt es wieder eine „Erregungs-Debatte“ – eine Art Alltags-Porno für jene, denen „Schmuddel-Seiten“ zu teuer sind. Die Debatte geht so: „Die Grünen wollen uns das Eigenheim wegnehmen!“ Schon geht die Wut-Kurve hoch: Erst wollen sie das Autofahren verbieten, dann einen Veggie-Day erzwingen und jetzt stehen sie mit Abrissbirnen vor Einfamilienhäusern! Was kommt als Nächstes? Heizen nur bei Minus-Graden? Urlaubsverbot? Überwachungskameras in Schlafzimmern, um sicher zu stellen, dass der Sex einvernehmlich vonstatten geht? Oder geht es ihnen immer nur um Tiere? Nach dem Motto: Freiheit für Käfighühner, aber Käfighaltung für Freiheitsmenschen? „Fickzellen mit Fernheizung“ nannte DDR-Lyriker Heiner Müller einst Plattenbauwohnungen, in denen in diesem „Erregungs-Porno“ Grüne die Mehrheit der Deutschen pressen wollen: Alle Patte in die Platte!

Leider ist das Eigenheim ein umwelttechnisches Auslaufmodell – wollte jeder Erdenbürger eins haben, bräuchten wir mindestens fünf Planeten, um sie alle unterzubringen. So gesehen hätten Plattenbaubewohner eigentlich eine Umweltprämie verdient – Marzahn-Hellersdorf ist Berlins grünster Bezirk!

Tatsächlich aber ging es den Grünen (leider) gar nicht um Grundsätzliches, sondern darum, dass ein grüner Bezirksrat im Norden Hamburgs aus Platzmangel keine neuen Einfamilienhäuser mehr genehmigt. Auch in Berlin will kein neoliberaler Traumtänzer das Märkische Viertel durch ein paar schicke Eigenheime ersetzen oder gar Wahlkampf machen mit Slogans wie: „Der Kudamm ist ne Mistadresse, es braucht dort Fertighaus-Tristesse“.

Wäre es nicht schön, wenn es in politischen Debatten wieder vermehrt um die Sache ginge? Und nicht nur wie im Porno um vorgetäuschte Leidenschaft – also im wahrsten Sinne „Fake News“ für die Selbstbefriedigung?

Warum Warner Music abkassiert!

Die Pandemie-Zeiten sind hart. Man kann niemand treffen, niemand erkennen, und niemand ist CDU-Kanzlerkandidat. Wobei es unklar ist, ob sich bei letzterem Umstand etwas Grundsätzliches änderte, wenn Laschet oder Söder gekürt werden… Da ist es ein Lichtblick, wenn Menschen versuchen, der Pandemie etwas Positives abzugewinnen – Freude, Leichtigkeit oder hohe Gewinne für Musik-Konzerne. Denn für den auch von Pflegekräften, Krankenhaus-Personal, Polizisten und Feuerwehren getanzten „Jerusalema-Challenge“ schickte Warner Music jetzt Rechnungen für die Nutzung der Rechte des gleichnamigen Liedes des südafrikanischen Musikers „Master KG“.

Rein rechtlich darf Warner Music das. Aber dürfen sie das auch moralisch? Immerhin haben von der Pandemie besonders geforderte Menschen ihre wenige Freizeit geopfert, um gemeinsam ein Stück Kunst zu produzieren und Freude in diesen schwierigen Zeiten zu verbreiten. Sie haben das Lied damit weltweit zu einem Erfolg gemacht.

Warner sagt: Sie würden „nur“ Geld von Organisationen nehmen, die sich damit selbst „promoten“. Nun ist unklar, wozu etwa Feuerwehrleute oder Polizisten sich promoten sollten: Damit mehr Brandstifter ihnen Arbeit verschaffen? Damit mehr Diebe aktiv werden, weil Polizisten augenscheinlich zu viel Freizeit haben?

Die Warner-Forderungen wirken ein wenig, als erhielte der barmherzige Samariter aus der Bibel im Anschluss an die Rettung eines Verletzten eine Rechnung für doppelte Straßen-Nutzung. Leider ist das Problem komplex, denn es gibt eine weitere Lesart des „Skandals“: „Festangestellte Europäer betrügen schwarz-afrikanischen Musiker ohne Auftrittsmöglichkeiten um sein Geld“!

Aber wie in vielen Dramen gibt es auch hier eine Chance: Die Marktlücke für einen Musiker, einen rechtefreien Song speziell für eine „Challenge“ von Pflegekräften, Krankenhaus-Personal, Polizisten und Feuerwehr zu schreiben und zu spenden – um so seine Popularität gewaltig zu steigern.

Warum wir beim Impfen drängeln!

Wir kennen Impf-Phobiker, Impf-Gegner, Impf-Skeptiker oder „Impf-mich-mal-am-Allerwertesten“-Vertreter. Jetzt ist im Impf-Universum eine neue Spezies aufgetaucht: Der „Impf-Drängler“. Da über diese neue Art wenig bekannt ist, hier eine zoologische Einordnung: Der „gemeine Impf-Drängler“ (lat. „Vaccinatus Urgensis Vulgaris“) ist eine Untergattung des „Homo Sapiens In-Vaccinatus“ (des ungeimpften Menschen), der die Impfung nicht abwarten kann und nach Impfstoff giert wie Trump nach Aufmerksamkeit.

Bekannte Exemplare des „Vaccinatus Urgensis Vulgaris“ sind die peruanische Gesundheitsministerin, die jetzt ebenso wie der ehemalige peruanische Präsident aufgrund aufgeflogenen „Impf-Drängelns“ zurücktreten musste. Aber auch in der heimischen Fauna breitet sich der „Impf-Drängler“ aus, besonders unter hohen Geistlichen, Oberbürgermeistern, Stadt- sowie Landräten, aber auch Polizisten und Feuerwehrleuten.

Karl-Heinz Rummenigge, Bayern-Boss, natürlicher Vorstand aller Impf-Drängler, will Fußball-Profis aufgrund ihrer „Vorbild-Funktion“ zuerst impfen lassen. Unklar ist, ob er das Impf-Drängeln dadurch in den Rang des Profi-Sports erheben und bei der Olympiade antreten möchte. Nicht verdächtig des Impf-Drängelns ist der bekannte Virologe und „Fußball-Vorbild“ Hansi Flick, im Nebenberuf „sogenannter Fußball-Trainer“, der die „sogenannten Experten“ (Epidemiologen wie Karl Lauterbach und andere Amateure) „nicht mehr hören kann“.

Um die unkontrollierte Verbreitung des gemeinen Impf-Dränglers, der in Mitteleuropa wenig natürliche Feinde hat, einzudämmen, werden jetzt Strafen für Drängler gefordert. Denkbar wäre die Verabreichung minderwertiger Importware von der Impf-Reste-Rampe: russische, chinesische oder gar indische Vakzine.  Oder Verweigerung einer zweiten Impf-Dose – für die sie sich „ganz hinten“ anstellen müssen. Sogar noch hinter den Impf-Phobikern, Impf-Gegnern, Impf-Skeptiker oder „Impf-mich-mal-am-Allerwertesten“-Vertretern.

Oder sie müssen sich gemeinsam mit den „richtigen Experten“ wie Rummenigge und Flick „zusammensetzen und gemeinsam eine Strategie entwickeln, dass man irgendwann mal wieder Licht im Tunnel sieht.“ (O-Ton Flick). So wie der FC Bayern, wenn er gegen Holstein Kiel spielt…

Warum wir jetzt im Lockdown bleiben!

13.02.2022 Lockbuch des Lockdown. 15.45 Uhr Lockdown-Zeit. Gerade wieder ein Treffen des ZK, äh, Verzeihung, der Ministerpräsidenten-Konferenz, kurz MPK, gesehen. Der Lockdown wird wieder verlängert. Vorsichtshalber bis 7.3.2024. Vertreter der Wirtschaft kritisieren das – sind aber nur noch zwei. Der Rest der Vertreter sitzt vor der Wirtschaft – also vor der Kneipe – und bettelt.

Sah es vor einem Jahr noch nach Lockerung Anfang März 21 aus, war direkt nach Auftauchen von bayrischen Mutanten klar, dass das nichts werden würde. Ich habe lange gebraucht, um zu begreifen, dass Mutanten ohne „h“ geschrieben wird, also nicht „Muh-Tanten“ – die Tanten, die wir früher nur „dumme Kühe“ nannten. Ilse Aigner hat also nix damit zu tun.

Im Nachhinein egal – der Lockdown quälte sich so lange durch den Sommer, dass die Leute die Schnauze voll hatten von allem mit „Lock“ drin. Sogar „Lock-erung“ wurde untersagt. Auch „Lock-en“ – verboten. Daher „Lock-down“ – runter mit den Locken. „Dauerwell from Hell“, der Karnevals-Schlager des Jahres 2022 fiel natürlich aus – genau wie der Karneval.

Langsam zeigen sich die Kehrseiten der langen Lockdown-Zeit. Viele Leute kriegen einen Schock, wenn sie Gesichter ohne Maske sehen. Teilweise Nervenzusammenbrüche, wenn Menschen sich aus Versehen unmaskiert im Spiegel sehen. Unverhüllte Gesichter gelten als Erregung öffentlichen Ärgernisses – Menschen heiraten, ohne je die Nase der Partner*in gesehen zu haben. Allerdings gibt es ein 14tägiges Rückgaberecht. In Filmen, die vor 2021 gedreht wurden, werden die Gesichter südlich der Augen verpixelt, um nicht als Pornografie zu gelten.

Die Regierung gibt weiter Durchhalteparolen aus: „Wer zuletzt lockt, lockt am besten!“ „Wäre doch gelockt“ und „Locken stärkt Körper und Seele“. Die Bundestagswahl wurde abgesagt, da Netflix schon vorher die Weltherrschaft übernommen hatte, was aber nicht auffiel, da alle auf die neue Staffel von „Immer für dich da“ warteten.

Wache auf. War nur ein Traum. Oder etwa nicht?