Warum wir Kinder schänden!

„Todesstrafe für Kinderschänder!“ fordern Rechte gern. Bei anderen Delikten sind sie deutlich entspannter. Korruption etwa. Oder bei finanziellen Machenschaften versteckter Parteienwerbung. So ist zum Beispiel ungeklärt, wer die großformatigen Plakate finanziert, die zurzeit das „Grünen-Bashing“ anführen. „Ökoterror“ steht da drauf, „Klimasozialismus“ und „Wohlstandsvernichtung“. Verantwortet werden sie von einem AfD-nahen Aktivisten und Klimakatastrophen-Leugner.

So sehr man die Sensibilität von Menschen bewundert, die lauthals „Ökoterror“ schreien, wenn sie an der Tanke 10 Cent mehr für den Liter zahlen sollen und das mit einem Bombenanschlag gleichsetzen, so sehr sorgt man sich um die Konsequenzen dieser etwas „hosenschissigen“ Perspektive. Denn das Klima (da haben die Plakate ausnahmsweise recht) ist natürlich sozialistisch: Es behandelt alle gleich. Hitzewellen, Flutwellen, Waldbrände – da ist es egal, ob man in kalifornischen Strand- und Waldparadiesen wohnt oder im Ahrtal. Diese Katastrophen wiederum führen zu echtem Terror: Einer der Gründe für islamistischen Terror ist zunehmende Wasserknappheit. Letztere führt zu Armut und Arbeitslosigkeit – und junge, arme und arbeitslose Männer werden ähnlich leicht Opfer finanzstarker Terror-Anwerber wie hilflose Deutsche Opfer einer Mitklatsch-Attacke bei einem Schlager-Konzert.

Die „Wohlstandsvernichtung“ wiederum setzt nicht ein, wenn die Regierung vorschreibt, das Haus anständig zu dämmen, sondern wenn die Klima-Anlage im nächsten Hitzesommer die Stromrechnung des nicht gedämmten Hauses explodieren lässt – das ist dann der wahre „Bombenanschlag“.

Die Gleichung lautet also: Kein Klimaschutz führt durch den klimaimmanenten „Sozialismus“ zu mehr „Öko-Terror“ und einer beispiellosen „Wohlstandsvernichtung“ – besonders für die Nachkommen. Das ist eine Schande für die nächsten Generationen – und zwar nachhaltig!

Wer eine Todesstrafe für Kinderschänder fordert – welche Strafe müsste der wohl für „nachhaltige Kinderschändung“ fordern?