Warum wir mehr trinken müssen!

Die Leber wächst mit ihren Aufgaben, heißt es gern. Damit ist vorerst Schluss. Denn die Deutschen trinken Corona-bedingt weniger Bier. Insgesamt gab es im vergangenen Jahr einen Rückgang von über fünf Prozent. Oder in Zahlen ausgedrückt: gut 500 Millionen Liter Bier weniger als 2019. Oder in Leber gemessen: rund 1500 Leberzirrhosen Verlust. Viele Trinker leiden mittlerweile unter einer Schrumpfleber!

Diese Entwicklung ist brandgefährlich: Karneval weg. Party weg. Bier weg – Wenn jetzt auch noch der Porno-Kanal ausfällt, versinkt das Land in nationaler Depression. Diese Entwicklung gefährdet nicht nur den Bestand der Brauereien, sondern auch der Deutschen: Wenn immer mehr Frauen sich den Partner nicht mehr schöntrinken können, sinkt die Geburtenrate noch stärker als normal!

Nun ist die Meldung „Die Deutschen saufen zu wenig“ schon ein wenig skurril. Könnte man sich eine Schlagzeile vorstellen: Die Deutschen kiffen zu wenig!? Oder: Die Deutschen nehmen zu wenig Crystal Meth – tschechische Grenze kurz vor dem Bankrott!?

Die rückgängige Anzahl der Bier-Trinker kann noch weitere dramatische Auswirkungen haben: Die Deutschen bleiben länger gesund, die Rentenzahlungen erhöhen sich, der Staat geht bankrott. Die Brauereien schlagen also zu Recht Alarm. Jetzt hilft nur noch ein Rettungsschirm: Freibier für alle! Das käme in der Bevölkerung auch wesentlich besser an als „Geld für Banken“ wie beim letzten Mal.

Andererseits könnte eine der Bierflaute folgende Verknappung auch positive Preisauswirkungen haben. Seltener Whiskey zum Beispiel gilt mittlerweile als heißer Anlagetipp mit jährlichen Renditen von 10 bis 20 Prozent. Man muss sich allerdings davor hüten, von der Investition so betrunken zu werden, dass man aus Versehen die Flasche „Macallan 1926“ für „harte Zeiten“ trinkt – mit einem Marktwert von 1,7 Millionen Euro…