Warum der Kapitalismus buddhistisch ist!

„Viel Lärm um nichts“ ist der Titel eines bekannten Theaterstücks von Shakespeare. In der Pandemie führten die deutschen Theater allerdings ein anderes Theaterstück auf: „Nichts statt viel Lärm“. Dieses Stück erwies sich als erheblich profitabler als der alte Shakespeare Schinken – viele Berliner Staats-Theater machten letztes Jahr zum ersten Mal seit langer Zeit keinen Verlust, sondern sogar einen Gewinn. Üppige Zuschüsse sind eben viel leichter zu ertragen, wenn man sie nicht an lärmende, kurzerhand gekündigte Gast-Schauspieler auszahlt.

Vielleicht sind die Theater aber wie viele andere Unternehmen einfach zum Buddhismus konvertiert. Denn schon Buddha wusste: Nichts tun und nichts denken führt direkt ins Nirwana und zu ewiger Seligkeit. Und ja, so gesehen sind viele deutsche Beamte schon länger heimliche Buddhisten… Aber sie sind nicht allein: Helge Schneider brach vor einigen Tagen ein Konzert ab, weil mit Abstandsregeln und Strandkörben sowie Bewirtung keine rechte Stimmung aufkommen wollte. „Nicht spielen ist besser als falsch spielen“, könnte sein Motto gewesen sein getreu der Devise des heimlichen Buddhisten Christian Lindner (FDP): „Nicht regieren ist besser als falsch regieren“. Auch Nena spielte ihr Konzert nicht zu Ende, sie schaffte Stimmung kurzerhand durch Außerkraftsetzen der Abstandsregeln und wurde daraufhin vom Veranstalter an der Zugabe gehindert. Es ist eben nicht immer von Vorteil, nur „99 Luftballons“ im Hirn zu haben…

Selbst Armin Laschet ist Buddhist: Nichts tun und nichts denken, wenn es um den fiktiv mit BUND und Greenpeace vereinbarten Kohleausstieg bis 2038 geht – das eint ihn mit Energiekonzernen und der westlichen Konsummentalität, denn sie wollen alle mathematisch korrekt den Buddhismus transzendieren: Nichts ist besser als ewige Seligkeit – ein sterbender Planet ist wiederum besser als nichts – ergo ist ein sterbender Planet besser als ewige Seligkeit!