Warum sich demnächst alle impfen lassen!

Entsinnen Sie sich noch an die „Impfdrängler“, die „Impftouristen“ und die „Impf-Schleicher“, also die mit dem „meine verstorbene Großtante hat mir ihren Impftermin vermacht“, oder – gängiger – „ich bin doch mit einer Ärztin befreundet, und die hat mich nach Feierabend noch geimpft“? Erinnern Sie sich? Wo sind die nur hin? Alle geimpft – oder wie Verschwörungstheoretiker gern behaupten: „tot, aber das wird ja von den Eliten verschleiert“.

Jetzt hingegen wimmelt es nur so von „Impfmüden“, also Menschen, die zu müde zum Impfen sind. Nicht vom Impfen. Die Impfmüdigkeit ist eine neue Form der Schlafkrankheit, die durch eine gewisse Gedankenträgheit übertragen wird. In sehr impfmüden Gegenden bräuchte es eigentlich ein paar Impfdrängler, die eine hohe Nachfrage suggerieren: „Lasst mich durch, das Zeug törnt – ich brauch den nächsten Schuss!“

Mittlerweile werden daher „Impfanreize“ diskutiert – Anreize, nicht zu verwechseln mit „Impf-Reizwäsche“, also diesen Ganzkörper-Kondomen, welche die armen Angestellten der Schnelltest-Zentren tragen müssen. Die Anreize sollen unter anderem aus mobilen Impfstationen bestehen, die zu denen kommen, die so impfmüde sind, dass sie schon beim Gedanken an eine Impfung einschlafen. Das sind ehrenwerte Vorschläge, aber in Wahrheit müssen effektivere Anreize her. Wie wäre es mit Impfungen vor Fußballstadien? Oder vor Clubs? Oder Bordellen? Motto: Nur Gestochene kommen zum Stich…

Wenn das nicht hilft, muss man immer noch keine Impfpflicht aussprechen. Es genügt Handy-Entzug, Internetsperre und Löschung des Facebook-Profils – also das westliche Äquivalent der Todesstrafe. Oder man setzt auf den effektivsten Anreiz: Geld! Studien legen nahe, dass die Impfbereitschaft bei 100 Euro „Aufwandsentschädigung“ gen 80 Prozent geht – wir brauchen also ein Begrüßungsgeld für die „Seligmacher-Spritze“! Ab 500 Euro geht die Impfbereitschaft in Richtung 90 Prozent, und ab 1.000 Euro kommt eine Impfdrängler-Pandemie.