Warum der Weltraum auch günstiger zu haben ist!

„Sag mal, lebst du eigentlich auf dem Mars?“ sagten wir früher gern zu Menschen, die nichts mitbekamen. Multi-Milliardäre wie Elon Musk, Jeff Bezos oder Richard Branson alias „die Drei von der Weltraumtankstelle“ wollen sehr gern auf dem Mars oder zumindest hinterm Mond leben – was sie natürlich geistig längst tun. Was allerdings auf Netflix günstiger und unkomplizierter wäre, aber Narzissten halten von rationalen Argumenten in etwa so viel wie AfD-Wähler von Migranten.

Branson hat es nun als erster geschafft, obwohl er, wie Kritiker ihm gern vorhalten, nicht wirklich im Weltraum war, sondern nur auf 80 km Höhe. „Weltraum“ beginnt nämlich erst bei 100 km Höhe – vorher ist bloß „Pussy-Stratosphäre“. Der Unterschied zwischen 80 und 100 Kilometer ist in etwa so, als hätte man nicht in Lübben (Spreewald) Halt gemacht, sondern erst in Cottbus. Aber wenn jemand aus Cottbus wiederkommt, ist man ja auch froh, dass er heil aus dem luftleeren Raum zurückkehrte…

Wir wissen nicht, warum Richard Branson unbedingt ins Weltall wollte, vielleicht weil er mal das Vakuum spüren wollte, welches seine Empathie-Fähigkeit umhüllt? Andererseits hat er schon über 600 Tickets a 250.000 Euro für seine Raketenflüge verkauft, gegen die sogar Kreuzfahrten ein umweltfreundliches Hobby sind. Warum Reiche ihr Geld unbedingt ins All tragen wollen, ist nicht ganz klar. Vielleicht, um es dem Zugriff des Finanzamts zu entziehen? Dafür nehmen sie auch etwas so Unbequemes wie ein Raumschiff auf sich, also einen Ort mit schlechtem Essen, wo man nicht wegkann, keinen Sex haben darf und noch nicht mal das Smartphone Empfang hat – bisher hieß so was schlicht „Knast“! Vielleicht sollte man angehenden Weltraumtouristen einfach mal einen Monat Knast auf karger Weltraum-Diät anbieten mit einem TV, das die Erde von oben zeigt? Dann ist man nämlich auch schwerelos – beziehungsweise die eigene Schwere los… Ist günstiger, erheblich umweltfreundlicher – und eine gute Medizin gegen „Abgehobenheit“…